Eigentlich steht jeder von uns, dessen Computer über einen Internetanschluss verfügt, schon mit einem Bein im Gefängnis. Ein Playback zu Madonnas “Like a Prayer” auf YouTube hochgeladen und der Abrutsch in die Kriminalität ist vorprogrammiert. Sicher; ganz so dramatisch ist es nicht. Aber eigentlich ist es eben doch genau so.
Wer sich heute als Künstler an Quellen wie Fernsehen oder Internet bedient, bewegt sich in einer Grauzone zwischen Kunst und Kriminalität. Gleiches gilt auch für den Internetnutzer von heute, der auf Plattformen wie YouTube & Co kunstschaffend in Erscheinung tritt. Weiterverwenden und verändern ist wohl doch nur denjenigen vorbehalten, die ihre finanziellen Absichten auch mit harten Dollars oder Euros bezahlen können.
Um diesem Unsinn Luft zu machen wird die Piratenpartei am 9. Juni Kunst, die gegen Urheberrecht verstößt, in einer Kunstperformance zerstören.
Um die Absurdität des Rechtslage darzustellen, vernichten wir im Rahmen einer Kunstperformance demonstrativ Kunst die gegen das Urheberrecht verstößt. Der Bebelplatz als Ort der Bücherverbrennung steht als Mahnmal gegen Zensur und Verbot von geistigen Werken. Wir bieten eine Kunstvorführung mit bekannten Videokünstlern und Musikern zu freien Eintritt.
Wann und wo? 9. Juni, Bebelplatz, Berlin, Start 18 Uhr, Ende voraussichtlich 0 Uhr. (Vorbehaltlich der Genehmigung der Kommission Kunst im öffentlichen Raum.)
Und damit es niemand vergisst; hier der Eintrag bei Upcoming.
Via Spreeblick
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