13. October 2008

Das OpenMusicContest-Team bekommt unerwartet Unterstützung von der GEMA:

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) stellte dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Philipps-Universität Marburg Gebühren für ein Musikstück in Rechnung, das nachweislich GEMA-frei ist. Vermutlich handelt es sich um eine Namensverwechslung. “Es ist nicht auszuschließen, dass die GEMA auch in anderen Fällen Geld für Werke eingezogen hat, für die sie gar nicht zuständig ist,” so Meik Michalke, Initiator des OpenMusicContest (OMC).

Unterstützung deshalb, weil diese Meldung hoffentlich hohe Wellen schlagen wird, dem OMC so zu größerer Bekanntheit, der Öffentlichkeit zu einem schärferem Bewusstsein für die Problematik und der GEMA zu mehr kritischen Betrachtern verhelfen könnte :)

Konkret geht es in dem Fall darum, dass die GEMA einem Musiker der Band Jammin*Inc. (ausgerechnet die Band, die sich sogar in ihren Texten GEMA-kritisch äußert und Freie Lizenzen propagiert!) eine GEMA-Mitgliedschaft angedichtet hat und deswegen für den 4. OMC-Sampler eine Gebühr von mehreren hundert Euro berechnete.

Nur mal kurz zum Mitschreiben: Die Musik auf den Samplern steht komplett unter Creative Commons Lizenzen, während die GEMA ihren Mitgliedern verbietet, CC-Lizenzen zu verwenden. Wie die Geschichte weitergeht, könnt ihr in der aktuellen Pressemitteilung des OMCs lesen. Sagts am besten weiter, und prüft artig eure GEMA-Abrechnungen! Wer weiß, was da noch alles im Argen ist.

Am Freitag findet übrigens das OMC-Konzert in Marburg statt. Eintrittskarten, Bandinfos etc. findet ihr ebenfalls auf den Seiten des OMC.

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