Kinderpornografie im Netz – Das Thema erhitzt derzeit alle Gemüter. Zurecht, denn sie gehört weder ins Netz noch sonst wohin. Darum geht es den Gegnern der Internetzensur aber nicht, zu der sich große deutsche Internet-Provider am Freitag freiwillig vertraglich verpflichten wollen. Mit Hilfe der Internetsperre sollen kinderpornografische Inhalte in Deutschland nicht mehr aufgerufen werden können. Aber die Sperre hat Haken. Ein Laie kann die Sperre umgehen und auch mit ihr auf die gesperrten Inhalte zugreifen. Einmal richtig in die Suchmaschine geschaut und der Umweg ist gefunden. Diejenigen, die sich bisher schon dieser Inhalte bedient haben dürften auch dieses Bisschen kriminelle Energie besitzen, um mit ein paar Änderungen in ihrem Internetbrowser vorzunehmen. Die Sperre an sich ist also in höchstem Maße unwirksam… aus technischer Sicht.

Zensursulablone von Martin Haase
Aber da es nunmal die erste Sperre ihrer Art wäre, wäre ihre Anwendung nicht nur aus technischer Sicht fragwürdig. Sperrung, das heißt in erster Linie Bevormundung durch den Staat, Bevormundung bei etwas, das durch diejenigen, die diese Bevormundung ignorieren wollen auch können. Das Problem ist doch, dass hier Freiheitsrechte derjeniger Beschränkt mit einem Mittel das nicht einmal funktioniert. Und ja, die Benutzung des Internets ist Freiheit.
Wem der Erhalt dieser Freiheit am Herzen liegt, der sollte am Freitag zur Protestkundgebung gegen Internetsperren in einer freien Gesellschaft kommen:
Wann & Wo?
Am Freitag, den 17. April 2009
Zwischen 9 Uhr und 9:30 Uhr
Vor dem Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung (Bundespressekonferenz)
Reichstagufer 14 | U+S-Bhf. Berlin-Friedrichstraße
Karte: http://tinyurl.com/d9d7pm



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Sorry, aber ich kann nichts Richtiges daran finden. Die “Sperre” an sich ist bereits die falsche Massnahme, wenn es um die Verinderung von Kindesmissbrauch geht, denn durch das vermeintliche Unsichtbarmachen für den zufälligen Nutzer werden die Urheber nicht belangt, eher deren Verfolgung behindert. Desweiteren ist eine willkülliche Zensur anhand geheimer Listen, deren Diskussion schon verboten ist, eine Massnahme wie aus dem finstersten Mittelalter und schlicht inakzeptabel.
Man kann den Tatsachen also ruhig in Auge sehen und diesen Bockmist als den Bockmist bezeichen, der er ist.
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Hi Tom. Bei so klar formulierten Worten… Ja, diese Maßnahme ist Bockmist. Das kann man so stehen lassen. Ich weiß zwar nicht wie diejenigen, welche sich Kinderpornographie im Netz ansehen, im Netz unterwegs sind… aber wenn sie das bisher noch nicht “anonym” getan haben, dann werden sie spätestens jetzt darüber nachdenken. So gehesen ist das auch ein Schuss ins Knie…
[...] hat für den heutigen Tag sein Blog in eine Streikseite verwandelt. Gegner der laienhaften Sperrung von Internetseiten können sich hier auf einer Karte verewigen. Ein Klick auf eine freie Stelle [...]