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	<title>zeitgeisty &#187; dataportability</title>
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	<description>share, remix - change your way of thinking</description>
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		<title>Das ist DataPortability&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 10:24:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technology]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon einmal den Begriff &#8220;DataPortability&#8221; vernommen, schon mal was darüber gehört oder vielleicht auch nicht? Vielleicht hilft dann der folgende Beitrag das Konzept des &#8220;DataPortability&#8221;-Projekts zu verstehen und welches zeitgeistige Anliegen damit eigentlich verbunden ist&#8230; DataPortability &#8211; Join The Conversation from Smashcut on Vimeo. Die Benutzer des Internets könnten verschiedener nicht sein. Sie komme aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon einmal den Begriff &#8220;DataPortability&#8221; vernommen, schon mal was darüber gehört oder vielleicht auch nicht? Vielleicht hilft dann der folgende Beitrag das Konzept des &#8220;DataPortability&#8221;-Projekts zu verstehen und welches zeitgeistige Anliegen damit eigentlich verbunden ist&#8230;</p>
<p><object width="300" height="169"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=990474&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=990474&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="300" height="169"></embed></object><br />
<small><a href="http://www.vimeo.com/990474?pg=embed&#038;sec=990474">DataPortability &#8211; Join The Conversation</a> from <a href="http://www.vimeo.com/smashcut?pg=embed&#038;sec=990474">Smashcut </a> on <a href="http://vimeo.com?pg=embed&#038;sec=990474">Vimeo</a>.</small></p>
<p>Die Benutzer des Internets könnten verschiedener nicht sein. Sie komme aus verschiedenen Völkern und Kulturen, sprechen unterschiedliche Sprachen und benutzen das Netz für die Bewältigung diversester Aufgaben. Viele Menschen verfügen heutzutage über eine (oder mehrere) E-Mail Adressen wie z.B. GMail, bewegen sich in einem (oder mehreren) Social Networks wie z.B. Facebook, laden ihre Bilder auf Fotoportalen, Videos auf Videoportalen und selbst geschriebene Texte in das eigene Weblog hoch. Wer das Netz auch nur ansatzweise intensiv nutzt wir von dem nachfolgenden Prozedere ein leidiges Lied singen können. Registriert hat sich ein aktiver „User“ heutzutage bereits diverse Male, danach das eigene Profil ausgefüllt, Kontakte gefunden, sich befreundet und Kontaktanfragen bestätigt. Dieser Aufwand kostet Zeit, ist mühselig und zwingt Benutzer regelrecht dazu, bei einer einzigen Plattform (die zumindest eine bestimmte Aufgabe erfüllt) zu bleiben. Ein Wechsel kommt dem Tod der im Netz hinterlegten Identität und der mit ihr gewonnenen Reputation gleich. Ein Wechsel, auch wenn er aufgrund geänderter Geschäftsbedingungen oder aus anderen Gründen notwendig wäre, ist für viele Benutzer indiskutabel (dies zeigten bereits die zahlreichen Eskapaden beim Social Network studiVZ, die sich nicht – wie befürchtet – in einem Mitgliederschwund äußerten). Wem gehören aber die Daten, die ein Benutzer mit der Zeit aktiv (durch selbst verfasste Inhalte) und auch passiv (durch das erhalten von Kommentaren) erzeugt?!</p>
<h2>Das DataPortability-Projekt</h2>
<p>An dieser Stelle setzt das <a href="http://www.dataportability.org">DataPortablity</a>-Projekt  an, das die folgenden Grundsätze formuliert:</p>
<ul>
<li>Benutzer sollen über ihre Identität und den damit verbundenen Inhalten frei verfügen können</li>
<li>Benutzer sollen selbst auswählen dürfen, welche Anwendungen sie benutzen</li>
<li>Benutzer benötigen einen Mechanismus, ähnlich eines DHCP-Servers, der ihre Identitäten veraltet und distributiert</li>
<li>Daten von Benutzern sollen von einem verteilten Dateisystem bereitgehalten werden</li>
</ul>
<p>Die dafür notwendigen Technologien wie zum Beispiel OPML, RSS und Microformats existieren bereits heute. Beim DataPortability-Projekt sollen also keine neuen Protokolle und Technologien entwickelt werden. Vielmehr sollen Anleitungen zur technischen und grundsätzlichen Umsetzungen erstellt werden. Sechs Gruppen behandeln deshalb die verschiedenen Aspekte, die hier berücksichtigt werden müssen. Die Steering Group befasst sich mit der Gesamtlenkung des DataPortability-Projekts. In der Technical Group wird das technische Design diskutiert, um ein so genanntes „Technical Blueprint“ zu erstellen, das bewährte Verfahren zur Umsetzungen enthält. In der Policy Group werden rechtliche und politische Belange geklärt, die sich im Zusammenhang mit den neuen Technologien und ihrer Anwendung ergeben. Die Evangelism Group besteht aus Promotern, die das Projekt bspw. über Blogs und andere Medien nach außen hin vertreten. In der Implementation Group werden Beispiele in verschiedenen Programmiersprachen umgesetzt, die die im „Technical Blueprint“ behandelten Inhalte beispielhaft belegen. Die Localization Group ist mit der Lokalisierung des Projekts, den Webseiten und Dokumenten beauftragt. Seit 2008 wird die Arbeitsgruppe zudem durch namhafte Unternehmen wie Microsoft, Google, Facebook, Drupal, Flickr u. a. unterstützt.</p>
<h2>Technologien im Überblick</h2>
<p>Wie bereits erwähnt werden beim DataPortability-Projekt keine neuen Technologien oder Protokolle entwickelt sondern auf bestehenden Lösungen aufgebaut. Die wichtigsten sollen hier in kürze genannt sein:</p>
<p><strong>OpenID (<a href="http://openid.net">Open Identitfication</a>)</strong><br />
Hierbei handelt es sich um einen dezentralen Identifizierungsdienst. Die Vorgehensweise ähnelt dem eines SSO-Systems (Single Sign-On). Nach einmaliger Registrierung können andere Dienste die Identität eines Benutzers über den verwendeten OpenID-Dienstes verifizieren. Es existieren derzeit zahlreiche OpenID-Server.</p>
<p><strong>OAuth (<a href="http://oauth.net">Open Authentication</a>)</strong><br />
OAuth bezeichnet eine simple Methode zur Umsetzung einer API zur Authentifizierung von Diensten, die auf Grundlage von Token, über so genannte Request/Access Keys, funktioniert.</p>
<p><strong>APML (<a href="http://www.apml.org">Attention Profiling Mark-Up Language</a>)</strong><br />
Es handelt sich um ein XML-basiertes Format zum Austausch von Interessen, das – ist es erst einmal angelegt – zwischen verschiedenen Diensten ausgetauscht werden kann. Interessen ergeben sich aus der Browser History, Bookmarks usw. und werden im Idealfall (sofern gewünscht) automatisch gesammelt. Relevante Informationen sollen sich hierüber besser herausfiltern lassen.</p>
<p><strong>RSS (<a href="http://www.rssboard.org/rss-specification">Really Simple Syndication, seit Ver. 2.0</a>)</strong><br />
RSS ist ein XML-basiertes Nachrichtenformat, das mit dem Aufkommen von Blogs an Popularität gewonnen hat. Es ermöglicht dem Benutzer sich über Neuigkeiten/neue Inhalte zu informieren. RSS wird meist in Zusammenhang mit so genannten Feed Readern (online oder als Desktopapplikation) genutzt. RSS-Feeds ersetzen auch immer häufiger API-Aufrufe zwischen verschiedenen Diensten.</p>
<p><strong>OPML (<a href="http://www.opml.org">Outline Processor Markup Language</a>)</strong><br />
Ursprünglich sollten über OPML Textgliederungen abgebildet werden. Heutzutage werden über OPML hauptsächlich Feeds (wie RSS-Feeds) hierarchisch strukturiert.</p>
<p><strong>RDF (<a href="http://www.w3.org/RDF/">Resource Description Framework</a>)</strong><br />
RDF basiert ebenfalls auf XML und wurde für das „Semantic Web“ entwickelt, um eine maschinenlesbare Form zur Verarbeitung von Metadaten im Internet zu erreichen.</p>
<p><strong>FoaF (<a href="http://www.foaf-project.org">Friend of a Friend</a>)</strong><br />
Foaf ist ein offenes, auf RDF aufbauendes, Protokoll zur Beschreibung von Freundschaftsbeziehungen. Hierdurch können Informationen zu einem selbst und zu anderen Personen dargestellt werden. Eindeutig identifiziert werden Identitäten hier über eine mittels SHA1 verschlüsselte Darstellung ihrer E-Mail Adressen als Hash.</p>
<p><strong>XFN (<a href="http://www.gmpg.org/xfn/">XHTML Friends Network</a>)</strong><br />
XFN ist eines von vielen Microformats. Durch XFN werden Links semantisch annotiert, so dass sich Beziehungen zwischen Seiten und ihren Autoren darstellen lassen.</p>
<p><strong>hCard (<a href="http://microformats.org/wiki/hcard">HTML vCard</a>)</strong><br />
Auch bei hCard handelt es sich um ein Microformat. Durch hCards wird bestehendes HTML mit semantischen Informationen angereichert.</p>
<h2>Anwendungen und Fazit</h2>
<p>Schon heute verwenden Dienste, besonders Erfolgreiche des Web 2.0, diverse APIs um einen Austausch von Daten zu gewähren. Facebook Apps und der damit verbundene Ansatz erlauben vielfach zwar meist, neue Daten hinzuzufügen, nur selten besteht aber ein wirklicher Datenaustausch im Sinne eines Exports. NoseRub, ein dezentrales Social Network, das 2007 von dem Kölner Dirk Olbertz konzipiert und umgesetzt wurde zeigt in Ansätzen welche Möglichkeiten sich bei einem „Offenen Dienst“ ergeben. Die steigende Zahl der Benutzer von Internetdiensten wird auch die Forderung nach der Öffnung von Diensten lauter werden lassen. Das DataPortability-Projekt hat also gute Chancen ernst genommen zu werden.</p>
<h2>Credits</h2>
<p>Grundlage für den obigen Text ist ein <a href="http://ortw.in/2008/02/28/vortrag-ueber-dataportability/">Vortrag von Ortwin Kartmann</a>, der am 27. Februar an der Fachhochschule Gießen gehalten wurde.</p>
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